Vegetationsbrand in Grindau und die Feuerwehr schaut zu

 

Anfang der neunziger erhielt das Mobiltelefon seinen Einzug in Deutschland, was ein Ende der klassischen Telefonzelle einläutete. Die elektrische Schreibmaschine mit Korrekturband war schon eine geniale Erfindung. Heute aber ändern wir mit unserem Textprogramm Schriftart und Größe und fügen noch ein Bild hinzu. Auch bei der Feuerwehr kennen wir diese Unterschiede zwischen heute und vor 20 Jahren. Neue Techniken ermöglichen andere Vorgehensweisen und dabei kann auch der Blick über die Grenzen Deutschlands sehr hilfreich sein. Waldbrände, Flächenbrände und Böschungsbrände fordern uns insbesondere in den Sommermonaten. Sehen wir aber Bilder von Waldbränden wie aktuell in Kalifornien, oder verursacht von dem Vulkan Kilauea auf Hawaii, wissen wir, dass es Länder gibt, die sich ganz anders diesen Herausforderungen stellen müssen. Dennoch müssen auch wir uns diesen Aufgaben stellen und überlegen, wie wir durch Technik und Taktik einen guten Löscherfolg erzielen und unsere Kameraden wieder gesund zurückkehren. Zu diesem Zweck organisierte die Führung der Feuerwehr Schwarmstedt eine Schulung mit @fire, dem internationalen Katastrophenschutz Deutschland e.V.

Ehrenamtlich und unentgeltlich leisten hier über 150 Fachkräfte aus Freiwilligen und Berufsfeuerwehren weltweit Hilfe bei der Bekämpfung von Waldbränden, oder aber bei der Ortung von verschütteten Personen nach Erdbeben. Die Kameraden verfügen nicht nur über zahlreiche Einsatzerfahrungen auf diesen Gebieten, sondern führen auch Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Krisengebieten zusammen. Vier Helfer des Vereins, mit seinem Sitz in Wallenhorst bei Osnabrück, hatten sich zu uns auf die Reise gemacht und hatten einiges für uns im Gepäck. Mitglieder der Feuerwehren aus Schwarmstedt, Hodenhagen, Ahlden, Buchholz, Marklendorf und Hope waren der Einladung gefolgt und wurden in einem Theorieteil geschult. Neben einsatztaktischen Grundsätzen, waren die eingesetzten Hilfsmittel von besonderer Bedeutung. So feierte die Feuerpatsche, ein Hilfsmittel zum Ausschlagen, bzw. Ersticken eines Feuers ihr Comeback. Neuer hingegen war für uns der geringere und dennoch sehr effektive Einsatz des Löschwassers über sogenannte D-Leitungen. So befinden sich beispielsweise in einem D-Schlauch um die 10 Liter, während ein C-Schlauch schon um die 30 Liter fasst. Das Ganze wird dann interessant, wenn ein Feuerwehrmann bei enormer Hitze versucht eine Schlauchleitung hinter sich herzuführen, um einen Waldbrand zu bekämpfen. Durch den Einsatz von D-Leitungen können wir uns also flexibler vorwärtsbewegen, müssen weniger Kraft aufbringen, kommen länger mit unserem Wasservorrat aus und erzielen so eine gute Löschwirkung. Neben Schaufeln und Hacken wurde auch der Einsatz von sogenannten Löschrucksäcken vorgestellt. Die um die 20 Liter fassenden Rucksäcke verfügen über eine Löschlanze, die ähnlich wie die Super Soaker aus den Kinderzimmern funktionieren und höchst effektiv sind. Nach der theoretischen Unterweisung und einem gemeinsamen Mittagessen, ging es dann nach Grindau, um die einzelnen Vorgehensweisen praktisch zu erproben. Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle bei Andreas Dierking bedanken, der uns eine Fläche hierfür zur Verfügung stellte. Die Feuerwehr Marklendorf stellte dabei mit ihrem neuen TSF-W den Brandschutz sicher. Das Feuer hatte es sicher nicht leicht. So wurde es mit den Feuerpatschen geschlagen, mit Sand erstickt und mit einer effizienten Wasserabgabe so heruntergekühlt, dass es Am Ende den Kampf verlor und aufgab. Die Kameraden von @fire begleiteten uns auf diesem Weg und dass diese Schulung unsere Vorgehensweise beeinflussen wird, davon sind wir bereits jetzt fest überzeugt. Unter anderem wird bereits über den Kauf von Löschrucksäcken nachgedacht, aber auch die Investition, bei der Vorgehensweise mit D-Leitungen steht auf der Agenda. Bezahlt wurde diese Schulung übrigens aus der Unterstützungskasse. Das heißt, dass hier unsere fördernden Mitglieder, auf wunderbare Weise ihre Hand mit im Spiel hatten. Bedanken möchten wir uns auch bei den Kameraden von @fire, ihr habt einen großartigen Job gemacht!

letzter Einsatz

Nr.14/2020
01.04.2020 um 15:35 Uhr Feuer 2, brennt Hochsitz
Engehausen

Unwetter

Wetterwarnung für Heidekreis :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
0 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 00:00 Uhr

Waldbrandgefahr


gültiger Bereich : Soltau
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